Burnout Therapie
Burnout: Behandlung und Therapie
Eine kurze Übersicht über Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten für Burnout. Die Behandlungsmöglichkeiten sind vielfältig und reichen von Coaching bis Psychotherapie.
von Dr. L. F. Satow
Autogenes Training und Stressbewältigung
Ein Auslöser für Burnout ist chronischer Stress. Insbesondere mit autogenem Training lässt sich Stress wirkungsvoll abbauen. Entsprechende Kurse finden Sie zum Beispiel bei der Volkshochschule und sie werden oft von Krankenkassen bezuschusst.
Coaching
Ein Coach kann Ihnen dabei helfen, Selbstmanagement und Selbstwahrnehmung zu verbessern sowie eigene Stärken auszubauen, um so im Beruf voranzukommen oder Lösungen für Probleme zu finden. Viele Unternehmen bieten internes Coaching durch besonders qualifizierte Mitarbeiter an. Viele Coaching-Methoden sind aus der Psychotherapie entlehnt (siehe unten).
Psychotherapie
Insbesondere wenn Sie das Gefühl haben, dass die Ursachen für ihr Burnout tiefer liegen und vielleicht auch auf Traumata in der Kindheit zurück gehen, sollten Sie einen Psychotherapeuten aufsuchen. Achtung: Nur der Begriff "Psychotherapeut" ist vom Gesetz her als Berufsbezeichnung geschützt und darf nur von qualifizierten Personen verwendet werden. "Therapie, Coaching, Beratung" darf jeder auch ohne Ausbildung anbieten. Wenn Sie eine Psychotherapie möchten, die wissenschaftlich fundiert ist und nicht nur an der Oberfläche bleibt, sollten Sie sich an einen "psychologischen Psychotherapeuten" wenden. Psychologische Psychotherapeuten haben ein umfassendes Psychologie-Studium absolviert und anschließende eine anerkannte Ausbildung zum Psychotherapeuten durchlaufen.
Ein Psychotherapeut wird mit Ihnen zusammen versuchen, die Ursachen für ihr Burnout zu ergründen und aufzuarbeiten. Je nach dem welcher Schule der Psychotherapeut angehört, wird es dabei andere Schwerpunkte setzen.
Homöopathie
Mehr und mehr Ärzte und Heilpraktiker verschreiben homöopathische Mittel, z.B. Globoli (kleine Perlen, die mit einem Wirkstoff beschichtet sind). Homöopathische Mittel enthalten nur geringste Mengen eines Wirkstoffes, der ähnliche Symptome auslösen kann. Das Motto der Homöopathie lautet "Gleiches mit Gleichem bekämpfen". Die Wirkstoffe müssen für jeden Patienten individuell zusammengestellt werden, da ihre Wirksamkeit auch von der individuellen Konstitution abhängt. Wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit gibt es allerdings nicht - aber homöopathische Mittel können (aufgrund der geringen Wirkstoffmengen - oft ist ein Wirkstoff auch gar nicht mehr nachzuweisen) zumindest auch keinen Schaden anrichten.
Medikamente
Wenn Burnout mit Angstzuständen, großer Nervosität und ausgeprägten depressiven Phasen einhergeht, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Er kann diese Zustände auch medikamentös behandeln, wobei die meisten Medikamente erhebliche Nebenwirkungen aufweisen. In vielen Fällen wird er daher vorher zu klären versuchen, ob nicht auch eine Psychotherapie (siehe oben) Erfolg versprechend ist. Wenn ein Arzt eine Psychotherapie verschreibt, wird sie von der Krankenkasse oft bezuschusst oder ganz getragen.
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