Tipps gegen Mobbing

Mobbing am Arbeitsplatz: Hilfe

Mobbing am Arbeitsplatz: Lassen Sie sich helfen!

Grundsätzlich kann Mobbing auf unterschiedliche Weisen erfolgen, wie zum Beispiel durch eine beleidigende Körpersprache oder absichtliche Beleidigungen. Häufig sind sehr schüchterne Menschen die Opfer solcher Angriffe. Mobbing findet in der Schule, im Sportverein und auf dem Arbeitsplatz statt. Für die Opfer stellt jeder neue Tag auch eine neue Herausforderung dar. Denn sie wissen nicht, wann der nächste Angriff stattfindet, wodurch eine durchgehende Angst entsteht. Und dies schlägt natürlich irgendwann auf die Nerven. Dennoch gibt es einige Möglichkeiten, gegen Mobbing etwas zu unternehmen.

Was genau bedeutet Mobbing?

Mobbing beschreibt einen Vorgang, bei dem das Opfer über einen längeren Zeitraum gezielten feindlichen Angriffen ausgesetzt wird. Das Ziel ist, die ausgesuchte Person von einer Gruppe zu distanzieren und auf unterschiedliche Weise zu demütigen. Auf diese Weise verliert das Opfer an sozialer und auch beruflicher Stabilität und damit auch seinen Selbstwert. In Deutschland gibt es mittlerweile bereits über eine Millionen Mobbing-Opfer. Der Spiegel hat zu diesem Thema vor dem Hintergrund, dass auch ein Arbeitgeber in Mobbing-Situationen eingreifen müssen, einen schönen Artikel veröffentlicht: https://www.spiegel.de/karriere/mobbing-am-arbeitsplatz-wann-arbeitgeber-eingreifen-muessen-a-1050216.html

Die Motivation und das Ziel der Mobbing-Ausübenden ist meist, die ausgesuchte Person von einer Gruppe zu distanzieren und auf unterschiedliche Weise zu demütigen. Auf diese Weise verliert das Opfer an sozialer und beruflicher Stabilität und damit auch seinen Selbstwert. In Deutschland gibt es mittlerweile bereits über eine Millionen Mobbingopfer.

Sieben Tipps gegen Mobbing

Auch wenn die Situation häufig ausweglos und überfordernd erscheint: Lassen Sie sich nicht entmutigen und verlieren Sie nicht die Zuversicht! Denn das ist genau das, was Ihre Übeltäter wollen. Vielleicht helfen Ihnen die nachfolgenden Tipps für erste Schritte zum Ausweg aus Ihrer Situation.

1. Stärke zeigen und sich jemandem anvertrauen

Wer bemerkt, dass er gemobbt wird, sollte sich nicht mit der Rolle des Opfers zufriedengeben. Denn wird über die Angriffe einfach hinweg gesehen, drückt dies nur noch mehr Hilflosigkeit aus. Zudem entsteht eine Anspannung, die unter Umständen zu körperlichen Problemen führen kann. Wichtig ist, dass einer vertrauten Person von den Vorkommnissen berichtet wird, wie zum Beispiel dem Partner, den Eltern oder auch einem guten Freund. Zudem werden für diese Zwecke auch Selbsthilfegruppen angeboten.

2. Eventuelle Missverständnisse möglichst frühzeitig klären

Wenn es zu eventuellen Missverständnissen kommt, sollten diese möglichst sofort geklärt werden. Auf diese Weise lässt sich Mobbing in vielen Fällen verhindern. Wird jemand außer Acht gelassen, kann dies auch viele andere Gründe haben. Daher sollte zunächst nachgefragt werden, bevor eine bestimmte Situation zu kritisch beurteilt wird.

3. Nicht zum Gegenschlag ausholen

Auch wenn sich viele Opfer nicht anders zu helfen wissen, sollten sie darauf zu verzichten, zum Gegenschlag auszuholen. Denn dies spielt dem Mobber nur in die Karten, sodass es seine Angriffe noch weiter verschärft.

4. Mobbing richtig deuten

Nicht bei jedem Angriff handelt es sich um Mobbing. Daher sollte das Opfer bei der Beurteilung der jeweiligen Situation nicht zu voreilig vorgehen. Denn schließlich handelt es ich um einen sehr schweren und eventuell auch strafbaren Vorwurf. Auch hier kann ein klärendes Gespräch eventuelle Konflikte ausräumen.

5. Ein Mobbing-Tagebuch führen

Wenn die Angriffe immer häufiger stattfinden, kann ein Mobbing-Tagebuch sehr nützlich sein. Denn mit diesem lassen sich die einzelnen Vorfälle ideal festhalten und dokumentieren. Dadurch kann der Täter vor einer Autoritätsperson mit seinen Angriffen konfrontiert werden. Wichtig ist, dass auch Fotos eingefügt und eventuelle Zeugen aufgeschrieben werden.

6. Nicht komplett nachgeben

Wenn das Opfer sich durch die Angriffe komplett zurückzieht, sieht der Täter keinen Grund damit aufzuhören. Besser ist es, zusammen mit dem Chef ein klärendes Gespräch zu führen. Idealerweise ist hierbei auch der Täter anwesend, sodass er sich rechtfertigen muss. Bei solchen Gesprächen ist es sehr wichtig, dass sachlich und ruhig agiert wird.

7. Professionelle Hilfe in Anspruch nehmen

Wenn alle anderen Maßnahmen nichts bewirkt haben, kann auch professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden. Denn wer gemobbt wird, sollte niemals nachgeben, sondern eine Lösung finden.
Sollten Sie sich regelmäßig überfordert und ausgelaugt fühlen, empfehlen wir Ihnen, einmal unseren kostenlosen Burnout-Test durchzuführen – und sei es nur, um auszuschließen, dass Sie unter Burnout leiden.

Mobbing am Arbeitsplatz – wer sollte angesprochen werden?

Ausweg aus der Mobbing-Situation

Finden Sie den Ausweg aus der Mobbing-Situation!

Wer am Arbeitsplatz gemobbt wird, kann sich auf den Paragrafen 84, Absatz 1 des Betriebsverfassungsgesetzes berufen und sich bei seinem Vorgesetzten beschweren. Wenn dieser sogar der Mobber ist, ist die nächste Instanz die Personalabteilung. Bei der Beschwerde sollte allerdings auf ein gutes Timing geachtet werden. Denn auch für einen Chef oder Vorgesetzten ist ein solches Gespräch unangenehm. Es kann hilfreich sein, im Vorfeld mit dem Mobber zu sprechen, idealerweise vor einigen Zeugen. Weiterführend haben wir einige Tipps für Arbeitgeber zusammengestellt.

Grundsätzlich sind Verbündete hierbei sehr wichtig, die die Angriffe vor dem Chef bezeugen können. Wenn auch das gemeinsame Gespräch mit dem Vorgesetzten zu keiner Verbesserung der Situation führt, sollte der Hausarzt, eine Selbsthilfegruppe, eine spezielle Mobbing-Beratungssstelle oder direkt ein Rechtsanwalt aufgesucht werden.

Vielleicht werfen Sie abschließend auch einen Blick in unsere Literatur-Tipps, hier habe ich eine Auswahl einige Bücher zusammengestellt, die für mich selbst hilfreich waren.

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