Burnoutbetroffenen wird Sport empfohlen, der Stress abbaut und den Körper wieder fitter macht. Allerdings hängt man mit dem Burnoutsyndrom ohnehin durch und zahlreiche Betroffene sind überhaupt nicht mehr in der Lage, sich sportlich zu betätigen. Selbst einfache Verrichtungen im Alltag lassen sich nicht mehr schaffen, weil die tiefe Müdigkeit des Burnouts beinahe zwangsweise auch die massive körperliche Erschöpfung nach sich zieht. Selbst Motivation von außen ist nur selten erfolgreich. Gute Ansätze, allmählich zu mehr körperlicher Leistungsfähigkeit zurückzufinden, bieten Körpertherapie und Integrative Körperpsychotherapie. Dabei müssen Burnoutbetroffene je nach Therapiemethode sich nur wenig oder auch gar nicht aktiv bewegen, jedoch zielen die Therapiemethoden darauf ab, die Bewegungsfähigkeit zu fördern und auch der Seele beim Auftanken neuer Energie zu helfen.

Was ist Körpertherapie?

Bei der Körpertherapie handelt es sich nicht um eine einzelne Therapieform, sondern der Begriff steht für eine ganze Reihe unterschiedlicher therapeutischer Methoden, die vorrangig der Verbesserung von Körperhaltung sowie Verbesserung oder Wiederherstellung der Bewegungsabläufe dienen. Da bei diesen Therapiemaßnahmen flexibles und individuelles Vorgehen möglich ist, dass sie auch bei starken Beeinträchtigungen genutzt werden können, sind sie auch bei der Burnouttherapie geeignet.

Zu den Körpertherapiemethoden zählen beispielsweise

  • Akupressur
  • Akupunktur
  • Atemtherapie
  • Jin Shin Jyutsu
  • Rebalancing
  • Qi Gong
  • Tai Chi
  • Tanztherapie
  • sowie verschiedene Berührungs- und Massagetechniken.

Körpertherapeuten beziehen in die Therapie nicht nur die Behandlung des Körpers ein, sondern setzen gleichzeitig auch auf die psychosomatische Wirkung. Vereinfacht könnte man sagen: Aktivität / Wellness, die dem Körper gut tut, tut auch der Seele gut. Je nach aktuellem Erschöpfungszustand kann jeder Burnout-Betroffene selbst entscheiden, wie viel körperliche Aktivität er in die Körpertherapie mit einbringen kann und sucht sich demnach eine passende Therapiemethode aus. Bei der Tanztherapie zeigt sich sehr gut, wie stark sich die Körpertherapie von Sport unterscheidet.

Sanfte Entspannung durch Berührungen

Sanfte Entspannung durch Berührungen

Während man sich beim Sport auspowert und an seine Grenzen gerät, erlaubt das therapeutische Tanzen problemlos reduzierten Körpereinsatz. Zudem ist das Tanzen mit guter Laune behaftet, weshalb diese Bewegungsform als weniger anstrengend empfunden wird.

Ist der Burnout bereits derart manifestiert, dass generell körperliche Bewegung nur noch schwer zu bewerkstelligen ist, kommen eher passive Therapiemethoden wie Akupressur, Akupunktur, Atemtherapie oder Massage in Betracht. Ähnlich, wie in der Physiotherapie wird der Körper durch Impulse stimuliert, die Muskulatur aufgelockert und gleichzeitig kann der Geist während der therapeutischen Behandlung Entspannung erfahren.

Was ist Integrative Körperpsychotherapie?

Diese Therapieform wurde in Kalifornien entwickelt und wird auch als IBP bezeichnet. IBP ist die Abkürzung für ‘Integrative Body Psychotherapy’. Die Methode basiert auf der Kombination von Psychotherapie, Coaching, Körpererleben und spirituellem Erleben. Leider gibt es derzeit in Deutschland nur wenige kompetente Institute, welche die Integrative Körperpsychotherapie anbieten.

Dennoch können interessierte Betroffene sich selbst ein daran angelehntes Konzept erstellen, indem sie

  • eine Psychotherapie in die Wege leiten.
  • sich zu einem Coaching anmelden.
  • ein oder mehrere Methoden aus der Körpertherapie nutzen.
  • und zum Beispiel Meditation oder Yoga machen.

Diese Kombination unterschiedlicher Maßnahmen hat zum Ziel, im Leben neue Sichtweisen zu eröffnen und die eigene Lebensgestaltung zu verändern. So können Yoga oder Mediation dabei helfen, besser zu entspannen. Im Coaching können Methoden sehr schnell und effizient erlernt werden, um bei aufkommendem Stress besser abschalten zu können. Die gewählten Körpertherapiemethoden unterstützen die Regeneration und das Wiederherstellen des inneren Gleichgewichts.

Weitere Informationen zur Integrativen Körperpsychotherapie finden Sie unter anderem bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Integrative_Body_Psychotherapy

Spirituelle Erfahrung, Yoga – so ein Blödsinn!?

Auch Yoga hilft bei Burnout

Auch Yoga hilft bei Burnout

Ein Großteil aller Burnout-Betroffenen war bis zum Burnout “Hans Dampf in allen Gassen”. Zum früheren Lebenswandel gehörten Begriffe wie ‘Innere Ruhe’, ‘Entspannung’, ‘Abschalten’ oder ‘Spiritualität’ nicht dazu. Darum ist es verständlich, wenn Betroffene erst einmal all diese Dinge als Blödsinn abtun oder kein Interesse daran besteht, ‘Spiritualität’ zu erleben, zumal dieser Begriff gerne falsch assoziiert wird.

  • lange anhaltender Stress
  • ständiger Leistungsdruck
  • keine Auszeiten
  • der hohe Selbstanspruch
  • die Erwartungshaltungen Dritter
  • immer und alles perfekt erledigen zu wollen
  • oder ein langwieriger Kampf, der keine Pausen zuließ

Das sind die hauptsächlich verantwortlichen Faktoren, die in den Burnout geführt haben, weil der Kopf zunehmend um die Möglichkeit gebracht wurde, zur Ruhe zu kommen und wirklich abzuschalten. Gerade Yoga, Meditation, Akupunktur, Hypnosetherapie und Coaching scheinen daher geeignete Methoden, anders mit sich selbst umgehen zu lernen und besser auf sich selbst zu achten. Denn wer beim Yoga einfach nur da sitzt und den Kopf zur Ruhe zwingt, macht wahrscheinlich genau das Richtige, um sich tief zu entspannen und abzuschalten.

Begreift man Spiritualität in der Form, mehr auf die eigenen Bedürfnisse zu achten und öfter das zu tun, was man braucht, fällt es leichter, sich auf Körpertherapie und Integrative Körperpsychotherapie einzulassen.

Was braucht man im Burnout?

Die Wissenschaft definiert den Burnout unmissverständlich als emotionale Erschöpfung und einer empfundenen Überforderung in nahezu sämtlichen Alltagssituationen. Eine solch schwerwiegende Erschöpfung entwickelt sich, weil man über einen langen Zeitraum hinweg hohe Leistungen erbrachte, ohne auf ausgleichende Erholungsphasen zu achten. Diese Fähigkeit wurde auf dem Weg in den Burnout schlichtweg verlernt und muss zwingend wiedererlernt werden, obwohl die eigenen Kräfte längst erschöpft sind.

Zu Kräften kommen Burnoutbetroffene nur, indem sie in kleinen Schritten Aufbauarbeit leisten, während sie gleichzeitig die dazu notwendigen emotionalen Kraftreserven immer wieder aufladen. Methoden der Körpertherapie sowie Integrative Körperpsychotherapie können dabei helfen, herauszufinden, was jeder einzelne Betroffene braucht, um emotional aufzutanken.

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